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Wie viel Rente nach 10, 20, 30 oder 40 Jahren Minijob?
20 Jahre Minijob mit 603 € im Monat ergeben rund 118 € Rente pro Monat, wenn du den eigenen Rentenbeitrag zahlst. Bist du von der Rentenversicherungspflicht befreit, bleiben aus dem Beitrag des Arbeitgebers rund 96 €. Jedes volle Jahr mit Beitrag bringt ca. 5,92 € Monatsrente.
Tabelle: Minijob-Rente nach 10, 20, 30 und 40 Jahren
| Jahre im Minijob | Rente mit Rentenbeitrag | Rente bei Befreiung | Dein Beitrag gesamt |
|---|---|---|---|
| 10 Jahre | ca. 59 €1,39 Entgeltpunkte | ca. 48 €1,12 Zuschlägenur 35 Wartezeitmonate, Wartezeit allein aus diesem Minijob nicht erfüllt* | 2.605 € |
| 20 Jahre | ca. 118 €2,79 Entgeltpunkte | ca. 96 €2,25 Zuschläge | 5.210 € |
| 30 Jahre | ca. 178 €4,18 Entgeltpunkte | ca. 143 €3,37 Zuschläge | 7.815 € |
| 40 Jahre | ca. 237 €5,57 Entgeltpunkte | ca. 191 €4,49 Zuschläge | 10.420 € |
Annahmen: gewerblicher Minijob, durchgehend 603 € im Monat (7.236 € im Jahr), vorläufiges Durchschnittsentgelt 2026 von 51.944 € (Anlage 1 SGB VI) und aktueller Rentenwert von 42,52 € seit 1.7.2026 (Deutsche Rentenversicherung). Monatliche Bruttorente in heutigen Werten, vor Kranken- und Pflegeversicherung; künftige Rentenanpassungen sind nicht eingerechnet. Keine Rentenauskunft.
Mit Rentenbeitrag: Der Arbeitgeber zahlt 15 %, du 3,6 % des Lohns; es zählt das volle Arbeitsentgelt. Bei Befreiung: Nur der Arbeitgeber zahlt 15 %; daraus entstehen Zuschläge an Entgeltpunkten im Verhältnis 15 ÷ 18,6 (§ 76b SGB VI). Stand der Werte: 10. Oktober 2026.
* Wartezeit: Eine Regelaltersrente gibt es erst nach 5 Jahren (60 Monaten) Wartezeit. Befreite Minijob-Monate zählen nur anteilig (Zuschläge ÷ 0,0313, § 52 Abs. 2 SGB VI). Wer keine anderen Versicherungszeiten (zum Beispiel Hauptjob, Kindererziehung, Pflege) hat, erhält den angegebenen Betrag dann nicht.
Bei weniger Verdienst sinkt die Rente im gleichen Verhältnis (Tabelle Rente je nach Verdienst). Deinen eigenen Wert rechnest du mit dem Minijob-Rentenrechner aus.
So wird die Rente bei geringfügiger Beschäftigung berechnet
Die gesetzliche Rente basiert auf sogenannten Entgeltpunkten (auch Rentenpunkte genannt). Ein voller Rentenpunkt entspricht einem Jahreseinkommen in Höhe des Durchschnittseinkommens aller Versicherten — das liegt 2026 vorläufig bei €51.944 (Quelle: Deutsche Rentenversicherung).
Beim maximalen Minijob-Jahresverdienst von €7.236 (= €603 × 12) ergibt sich folgender Rentenpunkt-Wert pro Jahr:
Rentenpunkte pro Jahr (max. Minijob 2026)
€7.236 ÷ €51.944 ≈ 0,14 Rentenpunkte
1 Rentenpunkt = €42,52/Monat Rente (aktueller Rentenwert seit 1.7.2026 — Quelle: Deutsche Rentenversicherung)
„Für Beitragszeiten werden Entgeltpunkte ermittelt, indem die Beitragsbemessungsgrundlage durch das Durchschnittsentgelt (Anlage 1) für dasselbe Kalenderjahr geteilt wird.“
„Bei Arbeitnehmern, die eine geringfügige Beschäftigung ausüben, ist beitragspflichtige Einnahme das Arbeitsentgelt, mindestens jedoch der Betrag in Höhe von 175 Euro.“
Das bedeutet: Für die Rente zählt dein voller Minijob-Verdienst, nicht nur der Teil, den du selbst einzahlst. Den Rest bis zum Gesamtbeitragssatz von 18,6 % übernimmt der Arbeitgeber (s. unten).
- 20 Jahre Minijob = ca. 118 €/Monat Rente, bei Befreiung ca. 96 €
- Kein Betrag zum Leben, aber ein Baustein neben anderen Beitragszeiten
- Mit eigenem Beitrag zählt jeder Monat voll für die Wartezeit
- Ohne Antrag auf Befreiung zahlst du den Rentenbeitrag automatisch
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* UV-Beitrag ist branchenabhängig (Näherungswert).
U1 wurde zum 1.1.2026 von 1,1 % auf 0,8 % gesenkt.
* bei Mindestlohn · Grenze: €14,60 × 130 ÷ 3 ≈ €633
Minijob Rente je nach Verdienst
Die Rente wächst linear mit dem Verdienst. Wer nicht den vollen Höchstbetrag verdient, bekommt anteilig weniger (Werte mit eigenem Rentenbeitrag; bei Befreiung jeweils rund 81 % davon):
| Monatsverdienst | 10 Jahre | 20 Jahre | 30 Jahre |
|---|---|---|---|
| 603 € | 59 € | 118 € | 178 € |
| 520 € | 51 € | 102 € | 153 € |
| 450 € | 44 € | 88 € | 133 € |
| 300 € | 29 € | 59 € | 88 € |
Beispielrechnung: Monatsverdienst × 12 ÷ 51.944 € × Jahre × 42,52 € Rentenwert. Monatliche Bruttorente vor Abzug von Kranken- und Pflegeversicherung.
Rentenversicherung im Minijob: Wer zahlt was?
Im gewerblichen Minijob zahlt der Arbeitgeber 15 % des Verdiensts an die Rentenversicherung, du als Minijobber die Differenz zum Gesamtbeitragssatz von 18,6 %: 3,6 % (bei 603 € sind das 21,71 € im Monat). Im Privathaushalt zahlt der Arbeitgeber 5 %, du 13,6 %. Der Arbeitgeber behält deinen Anteil vom Lohn ein und führt alles an die Minijob-Zentrale ab.
„tragen die Arbeitgeber einen Beitragsanteil in Höhe von 15 vom Hundert des Arbeitsentgelts, das beitragspflichtig wäre, wenn die Beschäftigten versicherungspflichtig wären.“
Alle Beiträge, Fristen und Antragswege im Detail: Minijob und Rentenversicherung: Pflicht, Arbeitgeberanteil und Befreiung.
Befreiung von der Rentenversicherung: was du dann verlierst
Die Befreiung ist nach § 6 Abs. 1b SGB VI auf Antrag möglich. Mit Befreiung zahlst du keinen Eigenanteil. Der Arbeitgeber zahlt seine 15 % weiter; daraus erhältst du aber nur Zuschläge an Entgeltpunkten im Verhältnis 15 zu 18,6, also rund 81 % der Rente, die du mit eigenem Beitrag bekämst (Tabelle oben).
„Die Zuschläge an Entgeltpunkten werden ermittelt, indem das Arbeitsentgelt, das beitragspflichtig wäre, wenn die Beschäftigung versicherungspflichtig wäre, durch das Durchschnittsentgelt (Anlage 1) für dasselbe Kalenderjahr geteilt …“
Stärker fällt die Wartezeit ins Gewicht: Befreite Minijob-Monate zählen nur anteilig. Die Zuschläge werden durch 0,0313 geteilt (§ 52 Abs. 2 SGB VI); bei 603 € im Monat ergibt ein Jahr Minijob so nur rund 3,6 statt 12 Wartezeitmonate. Für die Regelaltersrente brauchst du 5 Jahre Wartezeit; Zeiten aus anderen Beschäftigungen, Kindererziehung oder Pflege zählen mit. Neu: Seit dem 1. Juli 2026 kannst du die Befreiung einmalig zurücknehmen.
„Ab dem 1. Juli 2026 können Minijobberinnen und Minijobber die Befreiung nun einmalig wieder rückgängig machen.“
Vorlagen: Antrag auf Befreiung und Widerruf der Befreiung.
„Die Erfüllung der allgemeinen Wartezeit von fünf Jahren ist Voraussetzung für einen Anspruch auf … Regelaltersrente“
Lohnt sich die Rentenversicherung beim Minijob?
Die Antwort hängt von der Lebenssituation ab:
Minijob als einzige Beschäftigung
Meist ja. Dein Eigenanteil (ca. 21,71 €/Monat) macht aus dem Minijob volle Pflichtbeitragszeiten: Sie zählen voll für die Wartezeit und sind Voraussetzung für Reha-Leistungen und die Erwerbsminderungsrente. Ohne andere Beitragszeiten fehlt dir dieser Schutz bei Befreiung.
Minijob neben Hauptjob
Geringerer Mehrwert. Wer über den Hauptjob bereits Pflichtbeiträge zahlt, erfüllt die Wartezeit und hat den Reha- und Erwerbsminderungsschutz schon. Der Minijob-Beitrag erhöht dann vor allem die Rente um einige Euro (Tabelle oben). In diesem Fall kann eine Befreiung (opt-out) sinnvoll sein.
Rein in Euro gerechnet ist der Unterschied klein: Nach 20 Jahren hast du 5.210 € selbst eingezahlt und bekommst dafür rund 23 € mehr Rente im Monat als mit Befreiung. Diesen Betrag holst du nach etwa 19 Jahren Rentenbezug wieder herein, unabhängig davon, wie lange du im Minijob arbeitest.
„Der Eigenbeitrag sichert Minijobber bei Invalidität.“
Muss ich meinen Minijob der Rentenversicherung melden?
Nein — du musst nichts tun. Der Arbeitgeber meldet dich bei der Minijob-Zentrale an und überweist die Rentenbeiträge direkt. Als Arbeitnehmer musst du dich um nichts kümmern — es sei denn, du möchtest dich von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen (opt-out), dann musst du das aktiv beantragen.
Hinweis: Wer sich befreien lässt, zahlt keine eigenen Beiträge mehr. Der Arbeitgeber-Anteil (15 %) wird weiter an die Rentenversicherung abgeführt und bringt dir Zuschläge an Entgeltpunkten, aber nur anteilige Wartezeitmonate (siehe Befreiung).
Braucht man die Lohnabrechnungen für die Rente?
Nicht zwingend, aber sie sind eine gute Absicherung. Die Rentenversicherung führt deinen Versicherungsverlauf anhand der Meldungen deines Arbeitgebers. Prüfe ihn in „Mein Rentenkonto“ oder per Antrag auf Kontenklärung. Fehlen Zeiten oder Beträge, helfen dir deine Abrechnungen als Nachweis. Eine gesetzliche Aufbewahrungsfrist für Arbeitnehmer gibt es nicht; Fristen für Arbeitgeber und Tipps zur Renteninformation findest du im Ratgeber Lohnabrechnung: Aufbewahrungsfristen.
Rente im Midijob (Übergangsbereich)
Verdienst du mehr als 603 €, bis 2.000 € im Monat, bist du im Midijob voll rentenversichert, zahlst aber reduzierte Beiträge. Die Rentenpunkte werden dennoch aus dem vollen Arbeitsentgelt ermittelt:
„Abweichend von Absatz 1 Satz 1 werden Entgeltpunkte für Beitragszeiten aus einer Beschäftigung im Übergangsbereich (§ 20 Absatz 2 des Vierten Buches) ab dem 1. Juli 2019 aus dem Arbeitsentgelt ermittelt.“
Netto, Sozialabgaben und Rentenpunkte im Übergangsbereich (603,01 bis 2.000 €) berechnen.
Häufige Fragen
20 Jahre Minijob — wie viel Rente?
Bei vollem Minijob-Gehalt (€603/Monat) und Zahlung der Rentenversicherungsbeiträge: ca. 2,8 Rentenpunkte und damit rund 118 € Rente pro Monat (in heutigen Werten, Rentenwert 42,52 €). Wer von der Rentenversicherungspflicht befreit ist, erhält aus dem Arbeitgeberbeitrag rund 96 €. Bei geringerem Verdienst entsprechend weniger — der Rentenrechner zeigt deinen persönlichen Wert.
10 Jahre Minijob — wie viel Rente?
Ca. 59 € pro Monat bei vollem Verdienst und Beitragszahlung (1,4 Rentenpunkte). Für eine genaue Auskunft wende dich direkt an die Deutsche Rentenversicherung.
30 Jahre Minijob — wie viel Rente?
Ca. 178 € pro Monat (4,2 Rentenpunkte) bei durchgehend 603 € Monatsverdienst und Beitragszahlung.
Wie viele Rentenpunkte bekomme ich pro Jahr im Minijob?
Beim vollen Verdienst von €603/Monat sind es 0,139 Rentenpunkte pro Jahr: 7.236 € ÷ 51.944 € (vorläufiges Durchschnittsentgelt 2026). Ein Rentenpunkt ist seit 1.7.2026 42,52 € Monatsrente wert.
Brauche ich meine Lohnabrechnungen für die Rente?
Gesetzlich nicht: Die Beiträge meldet dein Arbeitgeber an die Minijob-Zentrale, deine Zeiten stehen in deinem Versicherungsverlauf bei der Deutschen Rentenversicherung. Heb die Abrechnungen trotzdem auf, bis du deinen Versicherungsverlauf geprüft hast — falls dort Zeiten fehlen, sind sie dein Nachweis. Mehr dazu im Ratgeber Lohnabrechnung.
Lohnt sich die Rentenversicherung im Minijob?
In Euro gerechnet ist es knapp: Dein Eigenanteil von ca. 21,71 € pro Monat erhöht die Rente gegenüber der Befreiung um knapp ein Viertel; das holst du nach etwa 19 Jahren Rentenbezug wieder herein. Der Hauptgrund für den Beitrag sind die vollen Pflichtbeitragszeiten: Sie zählen voll für die Wartezeit und sichern Ansprüche auf Reha und Erwerbsminderungsrente.
Alle Angaben ohne Gewähr. Modellrechnung auf Basis der für 2026 geltenden Werte; keine Rechts-, Steuer- oder Rentenberatung. Verbindliche Auskünfte erteilen die Minijob-Zentrale, die Deutsche Rentenversicherung und Steuerberater.
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Redaktionell geprüft von
Ailiniyazi Maimaiti
Gründer und verantwortlicher Redakteur von Minijob-Ratgeber.de. Recherchiert und prüft alle Inhalte anhand offizieller Quellen — Minijob-Zentrale, Deutsche Rentenversicherung und die zugrunde liegenden Gesetzestexte (SGB IV, MiLoG, BUrlG).
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Die auf Minijob-Ratgeber.de bereitgestellten Inhalte werden mit größtmöglicher Sorgfalt recherchiert und auf Basis der aktuellen Gesetzeslage (u. a. MiLoG, SGB IV, BUrlG) erstellt. Sie dienen ausschließlich der allgemeinen Information und Orientierung und ersetzen im Einzelfall keine individuelle Rechts-, Steuer- oder Personalberatung durch qualifizierte Fachkräfte (z. B. Rechtsanwälte, Steuerberater oder die Minijob-Zentrale). Wir übernehmen keine Gewähr für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität aller Angaben — siehe auch unser Korrekturprotokoll.
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